Mittwoch, 13. Januar 2010
In Gedanken bei Euch
dannheuldoch, 20:10h
So schön, mal dem Alltag entfliehen. Auf Dienstreise gehen und mit Kollegen sich austauschen, die genauso wie Ich ticken. Schön? Hmm, ich wär dann doch lieber zu Haus. Die Zweisamkeit genießen wenn alles zur Ruhe kommt. Zur Ruhe? Das Wort scheint bei mir nicht mehr zu existieren. Unruhe ist mein stetiger Begleiter. Warum? Manchmal weiß ich es nicht und doch ist es mir bewusst. Schizophren? Ja! Denn was ich will und mir wünsche ist nicht das was ich haben möchte. Ich will Ruhe, in mir in Dir und in Euch. Der Alltag ist gnadenlos, die täglichen kleinsten Verpflichtungen werden zur Qual. Ich will richtige Freunde haben und bin am liebsten allein. Nur dann kann mich keiner verletzen. Aber ich bin nicht für das Alleinsein geboren, hier zu sitzen im Hotel zeigt mir wie einsam das sein könnte. Und vielleicht deshalb habe ich ein so großes Harmoniebedürfnis. Ich brauche Ruhe aber nicht ohne Dich. All unser Stress ist nichts, was passiert wenn wir uns nicht mehr haben, davor hab ich Angst.
Dieser Tag darf nicht kommen, es wäre ein lebenslanger Aufenthalt im Hotel ohne Zukunft.
Es bekommt mir nicht, allein zu sein und doch ist es gut. Gut? Für den intesiven Moment bei meiner Frau und meinen Söhnen zu sein. Im Geiste gehen die erst vor kurzem erlebten Momente vorüber. Sind es gute? Ja, definitiv ja und wenn ich recht überlege so bin ich mit einer Gabe ausgestattet, die es mir erlaubt schlechte Momente zu löschen. Doch es gibt einen Teil in meinem Kopf, der sich ständig mit der Zukunft beschäftigt. Vorzugsweise zu den Zeiten an denen ich mich erholen sollte überrollen mich Probleme der Arbeit, der Freunde, des Geldes, die Angst um deine berufliche Zukunft und die Zukunft der Kinder. Dabei spielt die Reihenfolge hier keine Rolle und gibt auch nicht Aufschluß einer Wertigkeit. Wo ist der Mensch der mir zeigt wie man die innere Unruhe bekämpft und das Gleichgewicht wieder herstellen kann. Wer kann das sein? Du, Liebe mein, kämfst selber gegen Windmühlen. Wir schaffen es gerade mal selbst uns gegenseitig stark zu halten um durchzuhalten. Meine Söhne entwickeln sich wie jeder Mensch es tun würde. Sie nehmen immer weniger teil an unserem Leben. Das ist der Lauf der Zeit. Ich genieße jede uns geschenkte Minute in der man das Gefühl hat wir vier sind eins. Jetzt ist der Kopf leer, die Arme müde und Körper fordert Tribut. 2010, 42 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, körperlich fragwürdiger Zustand, und UNRUHIG. Kennst du den? Den der Dich liebt? Bedingungslos, gnadenlos und ruhelos?
Ich komm wieder heim, morgen. Das Hotel verlassend und durch Gnade vergessend. Bis morgen mein Schatz, meine Söhne, meine Familie, mein ein und mein alles.
Dieser Tag darf nicht kommen, es wäre ein lebenslanger Aufenthalt im Hotel ohne Zukunft.
Es bekommt mir nicht, allein zu sein und doch ist es gut. Gut? Für den intesiven Moment bei meiner Frau und meinen Söhnen zu sein. Im Geiste gehen die erst vor kurzem erlebten Momente vorüber. Sind es gute? Ja, definitiv ja und wenn ich recht überlege so bin ich mit einer Gabe ausgestattet, die es mir erlaubt schlechte Momente zu löschen. Doch es gibt einen Teil in meinem Kopf, der sich ständig mit der Zukunft beschäftigt. Vorzugsweise zu den Zeiten an denen ich mich erholen sollte überrollen mich Probleme der Arbeit, der Freunde, des Geldes, die Angst um deine berufliche Zukunft und die Zukunft der Kinder. Dabei spielt die Reihenfolge hier keine Rolle und gibt auch nicht Aufschluß einer Wertigkeit. Wo ist der Mensch der mir zeigt wie man die innere Unruhe bekämpft und das Gleichgewicht wieder herstellen kann. Wer kann das sein? Du, Liebe mein, kämfst selber gegen Windmühlen. Wir schaffen es gerade mal selbst uns gegenseitig stark zu halten um durchzuhalten. Meine Söhne entwickeln sich wie jeder Mensch es tun würde. Sie nehmen immer weniger teil an unserem Leben. Das ist der Lauf der Zeit. Ich genieße jede uns geschenkte Minute in der man das Gefühl hat wir vier sind eins. Jetzt ist der Kopf leer, die Arme müde und Körper fordert Tribut. 2010, 42 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, körperlich fragwürdiger Zustand, und UNRUHIG. Kennst du den? Den der Dich liebt? Bedingungslos, gnadenlos und ruhelos?
Ich komm wieder heim, morgen. Das Hotel verlassend und durch Gnade vergessend. Bis morgen mein Schatz, meine Söhne, meine Familie, mein ein und mein alles.
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Freitag, 13. November 2009
Promo
dannheuldoch, 21:49h
Falls hier einer mal wieder reinschaut lade ich ihn gerne ein die einleitung einer von mir geschriebenen Geschichte zu lesen. Ich werde nun wöchentlich einen neuen auszug anhängen bis dann irgendwann das ganze buch hier verzeichnet ist.
Einen Titel habe ich leider noch nicht, freue mich aber über Anregungen... und jetz viel spass :)
In der Ferne grollten die Schweren Schüsse unserer Artillerie, die trotzdem noch weit entfernt lag. Der Zug hielt an. Köln- eine belebte Stadt. Von meinem Abteil aus konnte Ich den Dom sehen. Groß, schwarz ,kahl ragte er hoch in den Himmel hinaus. Die Bedienung kam in mein Abteil und servierte uns Schlösser-Alt was für eine Ironie. Ja richtig, ich war nicht allein. Es waren noch drei andere , wie man im englishen sagen würde, „Gentlemen“ anwesend. In Unterhemd und Zigaretten im Mund spielten sie Poker. Sehr vornehm. Es war der 06.05.1916 zwei Jahre nachdem uns die ganze Welt überfallen hatte, so hat man es uns gesagt , zwei Jahre zuvor. Deutschland, so hieß es, war der Gute der das arme kleine Österreich schützen musste. Schützen gegen die Ganze Welt. Wie auch immer zwei Jahre lang haben wir uns nun gegenseitig den Kopf eingeschlagen mit Franzosen, Russen und ganz selten auch mit Engländern und Belgiern, wobei Letztere die angenehmere Sorte waren, da sie wohl doch schon eher das Flüchten im Blut hatten. Zwei Jahre lang hatte ich nun auch schon mit diesen Gentleman meinen Dienst getan. Natürlich waren wir die ersten gewesen die zur Kaserne gelaufen sind für „Ehre und Vaterland“. Der Zug setzte sich nun wieder in Bewegung. Hach ja das so vertraute Grollen der Artillerie. Verwöhnte Hunde waren das, wussten nichts von dem schweren Leben im Graben. Mit der Angst zu leben, das du der nächste bist den eine Granate erwischt. Einen Vorteil hat es… man nimmt es nun mal mit Humor , denn was immer es ist es kann das letzte sein. Die zwei Wochen Heimaturlaub die wir hatten schienen im Flug vorbei gegangen zu sein. Meine Heimat Königsberg lag aber auch nur einige hundert Kilometer von der Ostfront entfernt, das nennt sich wohl persönliches Pech. Ein Ivan ist mir im Urlaub dann zum Glück doch keiner über den Weg gelaufen. Durch die Fensterscheiben konnte ich die geliebte Heimat Kilometer um Kilometer an mir vorbeirauschen sehen. Felder, Dörfer, Städte… Nachschub-lkw´s , da fühlt man sich direkt wieder daheim an der Front. Mit der Einnahme Verduns hatte sich unsere Kompanie, die 34.Deutsche Infanterie-Brigade einen Urlaub in der Heimat verdient. Doch dies war nicht leicht gewesen. Im Kugelhagel der feindlichen Mg-Stellungen lässt sich so eine Festung gar nicht gut einnehmen. Meine Brigade umfasste Anfang des Krieges 1.000 stolze Mann. Wir waren dem 3.Deutschen Heereskorps untergeordnet und eine Art Sturmtruppe. In den Heimaturlaub nach dem Sturm auf Verdun konnten 600 Mann fahren. „Im Felde..“ so hieß es , „da ist der Mann noch ein Mann“, so sagten es uns die Offiziere als sie uns in den Sturmangriff auf den nächsten Graben schickten. Der Zug stoppte. Brüssel. Jochen, Sven und Bernd, die drei Gentlemen und zudem noch meine besten Kameraden hatten sich mittlerweile angezogen, ihre Sachen in die Koffer gepackt und abmarschbereit gemacht. Jochen, unser „Anführer“ meinte: „Ich hoffe ihr hattet einen schönen Urlaub, es geht wieder ab an die Arbeit. Wir stiegen aus dem Zug aus. Das große Bahnhofsgebäude hatte im Dach ein großes Loch, womöglich ein Einschlag unserer 8,8 cm Artillerie. Es war kalt und windig. Wir marschierten mit unserem Gepäck zur Truppenleitstelle im Rathaus von Brüssel. Kinder wuselten zwischen unseren Beinen und die Frauen strichen uns über die Arme. Der Himmel war klar, doch in der Ferne zog Gewitter auf. Ein guter Tag für den ersten Fronteinsatz nach dem Urlaub. In der Leitstelle herrschte reger Verkehr. Versprengte Einheitenteile wurden hier zu einer neuen Division zusammengefasst. Jochen begrüßte einen Offizier an seinem Schreibtisch. „ Römerstraße 20 in 15 Minuten“, sagte dieser. „Ihr Transporter ist Wagen Nummer 4“. Wir salutierten und gingen hinaus. In einem Cafe gönnten wir uns noch eine kleine Pause, bevor es weiterging. Jochen führte uns, anhand der Beschreibung des Offiziers, durch Straßen und kleine Gassen voller Menschen. Hauptsächlich alte Männer sahen uns mit einem finsteren Blick an. Es war eine betrübte Stimmung. Die Stadt schien grau und kalt zu sein. Zwischen Großen Häusern ragten einige Ruinen heraus. Die Menschen schienen nicht besonders froh zu sein das sie nun zu Deutschland gehörten. Als wir gerade um eine Ecke bogen erklang ein schriller Schrei vor uns
Einen Titel habe ich leider noch nicht, freue mich aber über Anregungen... und jetz viel spass :)
In der Ferne grollten die Schweren Schüsse unserer Artillerie, die trotzdem noch weit entfernt lag. Der Zug hielt an. Köln- eine belebte Stadt. Von meinem Abteil aus konnte Ich den Dom sehen. Groß, schwarz ,kahl ragte er hoch in den Himmel hinaus. Die Bedienung kam in mein Abteil und servierte uns Schlösser-Alt was für eine Ironie. Ja richtig, ich war nicht allein. Es waren noch drei andere , wie man im englishen sagen würde, „Gentlemen“ anwesend. In Unterhemd und Zigaretten im Mund spielten sie Poker. Sehr vornehm. Es war der 06.05.1916 zwei Jahre nachdem uns die ganze Welt überfallen hatte, so hat man es uns gesagt , zwei Jahre zuvor. Deutschland, so hieß es, war der Gute der das arme kleine Österreich schützen musste. Schützen gegen die Ganze Welt. Wie auch immer zwei Jahre lang haben wir uns nun gegenseitig den Kopf eingeschlagen mit Franzosen, Russen und ganz selten auch mit Engländern und Belgiern, wobei Letztere die angenehmere Sorte waren, da sie wohl doch schon eher das Flüchten im Blut hatten. Zwei Jahre lang hatte ich nun auch schon mit diesen Gentleman meinen Dienst getan. Natürlich waren wir die ersten gewesen die zur Kaserne gelaufen sind für „Ehre und Vaterland“. Der Zug setzte sich nun wieder in Bewegung. Hach ja das so vertraute Grollen der Artillerie. Verwöhnte Hunde waren das, wussten nichts von dem schweren Leben im Graben. Mit der Angst zu leben, das du der nächste bist den eine Granate erwischt. Einen Vorteil hat es… man nimmt es nun mal mit Humor , denn was immer es ist es kann das letzte sein. Die zwei Wochen Heimaturlaub die wir hatten schienen im Flug vorbei gegangen zu sein. Meine Heimat Königsberg lag aber auch nur einige hundert Kilometer von der Ostfront entfernt, das nennt sich wohl persönliches Pech. Ein Ivan ist mir im Urlaub dann zum Glück doch keiner über den Weg gelaufen. Durch die Fensterscheiben konnte ich die geliebte Heimat Kilometer um Kilometer an mir vorbeirauschen sehen. Felder, Dörfer, Städte… Nachschub-lkw´s , da fühlt man sich direkt wieder daheim an der Front. Mit der Einnahme Verduns hatte sich unsere Kompanie, die 34.Deutsche Infanterie-Brigade einen Urlaub in der Heimat verdient. Doch dies war nicht leicht gewesen. Im Kugelhagel der feindlichen Mg-Stellungen lässt sich so eine Festung gar nicht gut einnehmen. Meine Brigade umfasste Anfang des Krieges 1.000 stolze Mann. Wir waren dem 3.Deutschen Heereskorps untergeordnet und eine Art Sturmtruppe. In den Heimaturlaub nach dem Sturm auf Verdun konnten 600 Mann fahren. „Im Felde..“ so hieß es , „da ist der Mann noch ein Mann“, so sagten es uns die Offiziere als sie uns in den Sturmangriff auf den nächsten Graben schickten. Der Zug stoppte. Brüssel. Jochen, Sven und Bernd, die drei Gentlemen und zudem noch meine besten Kameraden hatten sich mittlerweile angezogen, ihre Sachen in die Koffer gepackt und abmarschbereit gemacht. Jochen, unser „Anführer“ meinte: „Ich hoffe ihr hattet einen schönen Urlaub, es geht wieder ab an die Arbeit. Wir stiegen aus dem Zug aus. Das große Bahnhofsgebäude hatte im Dach ein großes Loch, womöglich ein Einschlag unserer 8,8 cm Artillerie. Es war kalt und windig. Wir marschierten mit unserem Gepäck zur Truppenleitstelle im Rathaus von Brüssel. Kinder wuselten zwischen unseren Beinen und die Frauen strichen uns über die Arme. Der Himmel war klar, doch in der Ferne zog Gewitter auf. Ein guter Tag für den ersten Fronteinsatz nach dem Urlaub. In der Leitstelle herrschte reger Verkehr. Versprengte Einheitenteile wurden hier zu einer neuen Division zusammengefasst. Jochen begrüßte einen Offizier an seinem Schreibtisch. „ Römerstraße 20 in 15 Minuten“, sagte dieser. „Ihr Transporter ist Wagen Nummer 4“. Wir salutierten und gingen hinaus. In einem Cafe gönnten wir uns noch eine kleine Pause, bevor es weiterging. Jochen führte uns, anhand der Beschreibung des Offiziers, durch Straßen und kleine Gassen voller Menschen. Hauptsächlich alte Männer sahen uns mit einem finsteren Blick an. Es war eine betrübte Stimmung. Die Stadt schien grau und kalt zu sein. Zwischen Großen Häusern ragten einige Ruinen heraus. Die Menschen schienen nicht besonders froh zu sein das sie nun zu Deutschland gehörten. Als wir gerade um eine Ecke bogen erklang ein schriller Schrei vor uns
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Sonntag, 2. November 2008
Ein ganz normaler Tag
dannheuldoch, 22:22h
Der Wecker geht um 06.00, oh mein Gott, wie ich das Hass,
Er glaubt doch nicht im Ernst, dass ich jetzt mein Bett verlass
Ich dreh' mich lieber um, und träume was ich mag
Ich träum von einem wunderschönen, ganz normalen Tag!
Ich träum, ich würd erwachen, vom Vorabend noch blau
In einem Arm ne Flasche und im anderen eine Frau
Ich träum, es scheint die Sonne und ich hätte heute frei
Nie wieder auf die Arbeit, nie wieder Schinderei
Ref: Ein ganz normaler Tag
Ich geh im Park spazieren, die Sonne scheint und lacht
Ich gehe etwas trinken, wie man es halt so macht
Ich trinke meine Bierchen kalt und herb, wie ich sie mag
Dann schieße ich auf Kinder, ein ganz normaler Tag....
Im Trubel der Passanten hör ich nicht die Po1izei
Sie schneiden mir den Weg ab, ich schieße ihn mir frei-
Ich ziehe Richtung Süden und während man mich jagt
Springt mein Wecker auf halb Sieben, ein ganz normaler Tag
Er glaubt doch nicht im Ernst, dass ich jetzt mein Bett verlass
Ich dreh' mich lieber um, und träume was ich mag
Ich träum von einem wunderschönen, ganz normalen Tag!
Ich träum, ich würd erwachen, vom Vorabend noch blau
In einem Arm ne Flasche und im anderen eine Frau
Ich träum, es scheint die Sonne und ich hätte heute frei
Nie wieder auf die Arbeit, nie wieder Schinderei
Ref: Ein ganz normaler Tag
Ich geh im Park spazieren, die Sonne scheint und lacht
Ich gehe etwas trinken, wie man es halt so macht
Ich trinke meine Bierchen kalt und herb, wie ich sie mag
Dann schieße ich auf Kinder, ein ganz normaler Tag....
Im Trubel der Passanten hör ich nicht die Po1izei
Sie schneiden mir den Weg ab, ich schieße ihn mir frei-
Ich ziehe Richtung Süden und während man mich jagt
Springt mein Wecker auf halb Sieben, ein ganz normaler Tag
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